don’t trust no one:
Beim Verlassen der Red Line in ChinaTown werde ich von einer milchkaffee-braunen Hand auf den Ausgang hingewiesen. I’m on facebook. Was ich hier wolle? Hier gibt es nichts zu sehen. Ich solle bloß nicht weiter in den Süden fahren. Da sind die Gangs. You will be a target. Eine Frau mit Kinderwagen will die Station verlassen. Wait. Push that button. Someone will come, open that door. In ChinaTown soll ich ja nichts essen, das wäre grauenhaft. I live over there. The building next to that tall one. Ob ich meine ID dabei hätte? Ich soll mit ins Horseshoe Casino kommen. Oder am besten ich steige wieder in die Red Line und fahre Richtung Howard, ja nicht weiter Richtung Süden. Und dann am Watertower aussteigen. Da ist Louis Vutton. Und Banana Republic. Und Eddie Bauer. I work at the casino. Have to earn money for my son. Auf der Straße soll ich mit niemandem reden. Nur den Busfahrern könne ich trauen. Und den Schaffnern. Und denen, die eine gelbe Warnweste tragen. I moved here from LA.

oder

lessons not yet learned:
Im Chicago Cultural Center ist Morbid Curiosity - The Richard Harris Collection zu sehen. Der Tod, und wie die moderne Gesellschaft mit ihm umgeht, oder eben nicht. Der mexikanische Dias de los Muertos, deutscher Totentanz in Keramik ( vielleicht die schönste Sammlung in der Sammlung ) und Bild, Memento Mori, die vollkommen andere Bedeutung des Todes in asiatischen Kulturen und Religionen
Und in einem zweiten Raum der Tod als Folge des Krieges. Jacques Callot, sozusagen der erste „embedded journalist“, wenigstens aber Kriegsberichterstatter, der den Dreißigjährigen Krieg in den Drucken vom Kleinen und Großen Elend des Krieges realiter und in aller Abgründigkeit darstellt. Francisco Goya, Otto Dix, Jake & Dino Chapman, Sandow Birk noch hintendran.

Für shopping-addicts: CHICAGO


*sich verneigend*
Gilead Kinski




Nur ein gemachter Kommentar ist ein guter Kommentar
Heimatfront, gleiche Luft nur ein paar Grad wärmer!

Auch wenn meine Verschriftlichung nicht ganz so geschniegelt ausfällt, so bin ich doch verwundert um nicht zusagen schockiert, dass der Bericht über den Besuch des örtlichen Al Bundy Museums, trotz sorgfältigem lesens, nicht zu finden war.
Denn wie schon Jonathan Meese sagte: "Kunst ist eine Ausholbewegung und kann jeder!"

Wie an Ihren Ausführungen deutlich zu erkennen ist, sind die USA und Deutschland garnicht so verschieden. Denn der Ratschlag des Amerikaners lässt sich ebenso gut auf Deutschland anwenden, obwohl Busfahrer sind eine merkwürdige Sorte Mensch!(Vorsicht)

*sich in den Graben der Heimatfront zurückziehend*
Berthold Leichenburg