Donnerstag, 29. März 2012


Manchmal muß man auch Nein! sagen können.



New Orleans hätte mich fast am Haken gehabt. Der seichte Wind, der die Hitze angenehm erträglich macht und sanft am Hemd rüttelt; knusper-knusper-knäuschen, wer knabbert an mei’m Häuschen?; dieser Wind also, der flüsterte unablässlich b l e i b !

Kühler noch als im Schatten versäulter Veranden ist es im Casino. Mitten im Zentrum der Stadt gelegen, dennoch eine Welt für sich. Mit eigenen Naturgesetzen, wie man gleich lesen wird:
Alte Männer sitzen an Pokertischen, gleichgültig lassen sie ihre 20-Dollar-Jackson-Möwen über den lila Samt segeln. Dann erst werden Jeton-Krumen auf den Tisch geworfen. Die alten Hände, die so sanft ihre Täubchen fliegen ließen, krallen jetzt nach den beigefarbene Plastikchips. Stapeln stacks. Aber an diesem Tisch pokert niemand. Wer schlechte Karten hat, wirft sie sofort wieder hin. Und sollten die blinds alle Krumen verschlungen haben, dann lässt man neue Möwen über den Tisch flattern.
Poker ist ein schrecklich langweiliges Spiel.
Und:
Die armen Alten, versetzen ihre Rente, weil am Horizont hauchzart die unbegrenzte Vermehrung flimmert. Die wohlhabenden Alten sind bereits vor 8 Uhr morgens auf dem Golfplatz, weil der Sonnenaufgang auch vom Horizont kommt, garantiert.


*sich verneigend*
Gilead Kinski