Montag, 26. März 2012
Nashville? Ja, das habe ich mich auch gefragt. Das erste, woran ich bei Nashville dachte, war Johnny Cash. Und wer google für sich denken lässt, der kommt momentan auf visitmusiccity.com
Eigentlich wollte ich nur nach Nashville, weil es nicht auf dem Weg lag. Und dann entdeckte ich das FRIST. Das FRIST beeindruckt schon allein durch das FRIST. Auch ohne Kunstausstellungen wäre das ehemalige Hauptpostamt, ein architektonischer Stilmix aus klassizistischen und Art Deco Elementen, einen Besuch wert.
Aber: Ausstellungen - derer drei, um genau zu sein. to see as artists see – American Art; Fairy Tales, Monsters, and the Genetic Imagination und Answers to Questions: John Wood and Paul Harrison. Die beiden haben echt klasse Ideen, aber da ihre Kunst immer auch im Versuch besteht, wirkt manches (leider) halbfertig.
Bei den Monstern und Genen auch wieder Jake und Dino Chapman. Der persönliche Höhepunkt hier jedoch: Suzanne Anker - Water Babies.

Zum Glück ist es von Nashville,TN nicht weit bis Lynchburg,TN. Bei der Betriebsbesichtigung blieben technische Aspekte jedoch weitgehend auf der Strecke. Wie bei anderen Besichtigungen; vgl.: GM Headquarter, Detroit; handelte es sich um eine nette Werbeveranstaltung, bei der man sich zufällig über Firmengelände bewegt.

Im Postamt von Lynchburg sind die Anwohner angehalten, Fotos von Angehörigen aufzuhängen, die gerade ihren Wehrdienst leisten. Dazu auch Informationen, über die Stationierung usw. Da schaut man weißen Kindersoldaten ins Gesicht, besonders imposant bei den Knirpsen des United States Marine Corps, die von ihren würdevollen, aber gewichtigen, Hüten fast erdrückt werden. Und dann durchzuckt es einen: Die würden einen Menschen abknallen!


*sich verneigend*
Gilead Kinski



Sonntag, 25. März 2012
Die amerikanische Straßenkarte ist für sich genommen schon ein Kunstwerk. Da werden Abschnitte gestaucht, oder Straßen nicht benannt, daß es eine Freude ist.
Ein besonderes highlight in den besagten Karten sind die scenic routes, die auf landschaftlich reizvolle Streckenabschnitte hinweisen. Auf guten Straßen geht es vorbei an Sehenswürdigkeiten historischer undoder natürlicher Art. Rechts und links des Weges vermitteln schöne Einfamilienhäuser mit den zugehörigen amerikanischen Automobilen die Vision vom allgemeinen Wohlstand.
Aber warum sind nicht die horrible truth routes markiert? Strecken durch southern suburbs Chicago, oder eine Runde durch Gary? Gary is scary! Aber die Geisterstadt, die vom Stahlgeschäft übrigblieb, ist eben auch eine Perspektive der USA. Zugegebener Maßen keine schöne.

Schön war es dagegen auf der Fahrt durch Virginia. Leuchtend grüne Wiesen, lila Blühendes, geringes Verkehrsaufkommen und sagenhafte Kurven.
Der gesetzlich vorgeschriebene Soundtrack für Virginia am 21. März war: Brant Bjork


*sich verneigend*
Gilead Kinski